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Besucherzaehler

Kurztrip ins Vogtland

 

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Wir buchten uns wegen der Teilnahme an einer Ausstellungseröffnung am 14.März in der „Gale- rie Malzhaus“  in Plauen zwei Übernachtungen in Falkenstein und wollten wegen des schönen März-Frühlingswetters uns ein wenig in dieser Region des Vogtlandes umsehen. Wir wählten zunächst die Route über Neuhaus und Probstzel- la.  Für Brücken- und Eisenbahnliebhaber inte- ressant die Viadukte in Lichte (foto links) und bei Gräfenthal zu sehen, aber auch Fabrikverkauf von traditionsreichen Porzellanfabriken laden zu einen Besuch ein.

In Treuen begrüßte uns ein schönes altes rotes Klinkergebäude – das alte 1891 erbaute Postge- bäude, natürlich am Postplatz gelegen. Dieses war eines der schönsten Postämter Sachsens. Erinnerungen an die Jugendzeit wurden wach, wo es noch üblich war, dass nicht zweckentfrem- dete Post- und Bahnhofsgebäude noch zu einem größeren Ort gehörten. Leider ist dies Vergan- genheit  und auch in diesem Gebäude nur eine Postannahme durch einen Einzelhändler und da- neben eine Backwarenverkaufsstelle, letztere mit guten und preiswerten Angebot.  Schon hier wurde uns bewusst, dass Klinkerbauten eine typische Bauweise für die Region ist.

1. Eisenbahnviadukt Gräfenthal, 2. Talsperre Pöhl, 3. Ausflugsschiffe

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Weiter  fuhren wir  zur Talsperre Pöhl, die wir aus TV-Berichten als stark besuchtes Naherholungs- gebiet kannten. Doch enttäuschend, denn trotz schönen Wetters lag alles noch im Winterschlaf – Gaststätte geschlossen, Instandhaltungsarbei- ten und die Talsperre präsentierte sich mit einem niedrigen Wasserstand und die Ausflugsschiffe standen auf dem „Trockenen“. Trotzdem gab es einige Dauercamper, die die warmen Temperatu- ren zu einem Sonnenbad nutzten.   

Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten fuhren wir nach Auerbach, einer angenehmen kleinen Stadt mit eindrucksvoller Stadtsilhouette geprägt durch den 725 Jahre alten Schlossturm und dem Turm der St. Laurentiuskirche am Marktplatz. Leider hatte die Schlossgaststätte geschlossen, aber der Ausblick entschädigte für den Aufstieg. Eine Fußgängerzone lädt zum Bummeln ein.

 

Über Rützengrün,einen idyllisch gelegenen klei- nen Ort wenige Kilometer hinter Auerbach, wo wir vor 40 Jahren einen schönen Urlaub in einer Finnhütte verbrachten, fuhren wir zurück nach Falkenstein. Bei unserem Spaziergang durch den kleinen Ort Rützengrün entdeckten wir ein inte- ressantes Fotomotiv: einen alten Baumstumpf bewacht vom Mond. Aber auch zwei Ziegen inte- ressierten sich für uns, die vielleicht ein Stück von dem alten Baum bewachten.

Falkenstein bietet auch einige Besonderhei- ten, wie den Schlossfelsen inmitten des Ortes, der als Aussichtspunkt dient. Einige schöne Ge- bäude ziehen die Blicke der Besucher auf sich, aber von bestimmten Punkten gibt es auch schö- ne Aussichten auf die Stadt und Umgebung. Das dominante Rathaus, auch Punkt für die Höhen- angabe der Stadt (575m), zieht die Blicke der Be- sucher auf sich. Markant auch der Turm der  Stadtkirche. Beeindruckend für mich der Blick vom Schlossfelsen auf die Dächer der Altstadt mit den Schornsteinen. 

1. Neugierige Ziegen, 2. Rathaus Falkenstein, 3. Über den Dächern von Falkenstein

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Weitere Ziele sollten noch Oelsnitz und die Tal- sperre von Muldenberg sein. Zunächst hielten wir in Tirpendorf, wo im Firmengebäude zur Spitzen- herstellung der Fa. Pfeiffer das 1. Deutsche Spit- zenmuseum eingerichtet ist, um dieses traditio- nelle Handwerk nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Zumindest den Verkauf mit einem sehr großen Angebot, wo uns eine ältere, freund- liche Dame beriet, sahen wir uns an. Im Ge- spräch wurde uns bewusst, wie schwer der Nie- dergang der Gardinen- und Textilindustrie die Menschen im Vogtland und in Sachsen getroffen hat.

1. Stadtkirche Falkenstein, 2. Schloss Voigtsberg, 3. Kirche in Oelsnitz

Den Rundgang in Oelsnitz hielten wir kurz, be- sichtigten die St. Jakobi-Kirche und das Rathaus (Foto links); auf dem Marktplatz tummelten sich die Händler und Marktbesucher. Hoch über der Stadt das Schloss Voigtsberg, in dem sich das Museum befindet. Auch in Oelsnitz künden die schönen alten Bürgerhäuser aus der ersten Hälf- te des vorigen Jahrhunderts von besseren Zeiten mit prosperierender Wirtschaft – Bergbau, Textil- handwerk, Teppichproduktion -  und  wohlhaben- den Einwohnern in vergangenen Zeiten. 

Unsere Fahrt ging weiter zur höchsten Stadt des Vogtlandes bzw. westlichste Punkt des Erzge- birgskammes, Schöneck, 707m. Sie ist geprägt von einer großen Reha-Klinik und ist wieder ein Beispiel für die Klinkerbauweise in dieser Region. Mit einem kurzen Rundgang schauten wir uns um, ehe wir weiter in Richtung Muldenberg fuh- ren. Ein schmucker sauberer Ort wird uns in Erin- nerung bleiben.

 

1. Straße in Schöneck, 2. Skulptur im Park, 3. Talsperre Muldenberg von Ortseingang

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Muldenberg empfing uns mit einem schönen Blick auf den Ort und die namensgleiche Tal- sperre. Eine Bank rechter Hand an einer Vieh- weide lud zum Verweilen ein denn die Sonne meinte es wieder gut mit uns. Nächstes Ziel war die Talsperre, sodass wir am Ortsausgang unter- halb und unweit der Staumauer das Auto park- ten. Ein Fußweg führte uns zunächst zur Gast- stätte „Zur Talsperre“. Dort kehrten wir ein, aßen ein sehr leckeres  Eisbein bzw. Hirschgulasch. Man kann dieses saubere Restaurant, mit freundlicher Bedienung und guter Küche sehr empfehlen.

1. u. 2. Gaststätte "Zur Talsperre", 3. Blick zum Fuß der Staumauer mit Schneeresten

Gestärkt wanderte wir noch etwa 200m zur Stau- mauer und  folgten dem Weg auf der Mauerkro- ne zur anderen Seite. Die Talsperre war gut ge- füllt und bot herrliche Ausblicke auf die Wasser- fläche, aber auch in das Tal unterhalb der Stau- mauer. Mehrere Bänke erwarten uns am Stau- mauerende und eine Beschreibung des Bauwer- kes. Immer lauter werdende Geräusche verrieten uns, dass hier die Bahnverbindung „Zwickau - Karlovy Vary“  vorbeiführte.

1. Ich, 2. Blick ins Tal von Staumauer, 3. Talsperrenschild

Wir verweilten hier, unmittelbar am Wasser, die Enten beobachtend und den weiten Blick auf das nur leichte Wellen bildende Wasser der Tal- sperre genießend. Es war ein Platz der Ruhe in unmittelbarer Natur – herrlich.

Zurück hat man die Wahl wieder die Staumauer zu überqueren oder den Fußweg am Fuß der Staumauer zu wählen. Letzterer führt, wenn man will zum Parkplatz bzw. weiter in das Tal an ein Badegewässer unweit des Parkplatzes mit  Aus- sicht auf den Ort. In den schattigen Nischen unterhalb der Staumauer fanden Schnee- reste, die darauf deuteten, dass es zumindest hier  Schnee gegeben hat. Ein wunder- schöner Tag ging zu Ende.

Impressionen unserer Entenbeobachtungen und Wasserspiegelungen

Am späten Nachmittag brachte uns der PKW nach Plauen und wir konnten nochmals einen kleinen Bummel durch das Zentrum unterneh- men. Plauen mit über 110 000 Einwohnern eine Industriestadt, die jedoch auch heute noch reiz- volle Seiten für Besucher bietet.  Wir hatten we- nig Zeit, denn uns rief die „Galerie Malzhaus“, wo wir  der Einladung zur Eröffnung einer Werkaus- stellung eines Schulfreundes folgten, der nahe des Geburtsortes Mylau der Mutter seine Malerei einem interessierten Publikum offerierte. Es folgte ein schöner Abend, der uns langer in Erinnerung bleiben wird.

Der nächste Tag, wo wir die nördliche Region von Plauen mit der Göltzschtalbrücke bereisen wollten, fiel leider dem regnerischen Wetter zum Opfer.

1. Plauen, Blick vom Rathaus zur Kirche, 2. u. 3. Galeriegespräche mit Schulfreunden

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