© Gerd Pechstein,

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Wie immer im Leben, irgendwann muss man sich von dem ver-abschieden, was einem Jahrzehnte Freude, Ruhe und körperli-chen Ausgleich gegeben hat. 

Volkstümlich gesprochen: An's Herz gewachsen ist.

Es tut besonders deshalb auch weh, weil wegen eines B-Planes und Modernisierungen nach 2007 fast 30000 Euro, die als Altersvorsorge gedacht waren, investiert werden mussten und diese Jahre uns anstatt Erholung viele Probleme und Arbeit bescherten. Doch auch diese Phase bewältigten wir.

Das Alter fordert nun seinen Tribut, über 32 Jahre wurde das Grundstück von uns erschlossen, gestaltet und gepflegt.

Damit das Wochenendgrundstück nicht auf seine notwendige Pflege verzichten muss, ist die Zeit gekommen, dass sich neue Liebhaber finden, die hier eine Oase der Ruhe und einen Ort finden, wo man der Natur ganz nah ist, seine gärtnerischen Fähigkeiten ausleben, aber auch gemeinsam, wie wir jahre-lang, mit der Familie und Bekannten schöne Stunden verbrin-gen kann.

Natürlich auch um Freunde einzuladen, die die schöne Umge-bung Ilmenaus und Thüringens erkunden wollen.

Die nachfolgenden meist aktuellen Fotos sollen einen kleinen Überblick zu unseren Wochenendgarten geben, um zu verste-hen, dass dieses idyllische Plätzchen zu unseren zweiten Zu-hause wurde. Beginnen wir unseren Rundgang am Gartentor.

Rechts ein Beet mit Sträuchern, Gehölzen und Stauden, dass mit einer Trockenmauer abgeschlossen wird.  

Links ein kleines Staudenbeet, daran schließt sich ein Streifen Wiese mit 3 Apfelbäumen an. Dieser Streifen endet mit einem „Trockenbachlauf“ mit diversen Gräsern und Sommerflieder usw. an der Seite. Den Weg säumt eine Rosenrabatte.

Unterhalb des oberen Beetes sind kleine mit Bux eingefasste Rosenbeete.

Diesen folgt eine größere Rasenfläche, an die sich ein Beet mit Koniferen und Sträuchern anschließt. Diesem folgt ein größe-rer Steingarten, der seinen Abschluss mit einer Trockenmauer findet. Eine große „Spielwiese“ folgt, die aufgelockert wird durch ein Halbrundbeet mit Rosen und Stauden. Versteckt in Hibiskusstrüchern und neben einen Heidelbeerbusch  steht das "Rentnerbankl" zum Plaudern in der Abendsonne.

Etwa 35 m vom Zufahrtsweg steht dann das Wochenendhaus. Rechts neben dem Gartenweg zum Eingang wieder ein Stau-denbeet, dass wir in den letzten zwei Jahren zum großen Teil den unzähligen Varianten von Mohnblüten überließen. Die grazilen Blüten mit ihrer Anziehungskraft für Insekten, faszi-nieren uns.

Erstmalig in diesem Jahr ist die Pergola zum Eingang so be-wachsen, dass man durch ein "Rosentor" gehen muss.

Auf der Holz- Terrasse wird bei schönem Wetter gefrühstückt, da hier zuerst die wärmende Sonnenstrahlen einfallen. Im hinteren Bereich des Grundstücks wieder eine große Rasenflä-che, der hinter einer Pergola, berankt von Kletterrosen, ver-steckte Propangastank, Gehölze und am rechten Rand Beeren-sträucher und Himbeeren.  Deren Früchte und die Heidelbee-ren sind der Ausgangspunkt einer leckeren Marmelade. 

Nicht nur vom hinteren Gartenbereich herrliche Ausblicke auf die thüringer Landschaft, die uns irgendwann einmal fehlen werden.  Dies ein kleiner Gartenrundgang im Juni 2016.

Doch auch im Winter hat der Garten seine Reize, aber auch Schneeräumen ist dann anstatt Unkraut beseitigen angesagt.

Hier soll der kleine Streifzug enden. Ein letzter Blick über den Gartenzaun. Mal schauen, ob uns da Jahr noch viele schöne Gartentage bringt. Wir werden es genießen.

Nach diesem kurzen Gartenrundgang mit einer Erinnerung an kalte Monate, beginne ich nun sporadisch zum Garten zu be-richten. Einige abwechslungsreiche und wunderschöne Tage liegen hinter uns, denn unser kleiner Enkel war zu Besuch.

Viel gab es zu entdecken, aber auch viele Spielmöglichkeiten, wobei der wenige Minuten entfernte große Abenteuerspielplatz wieder ein Ziel gewesen ist.

Die Grauschnäpper mieteten sich in unserer Nisthilfe auf der überdachte Terrasse ein. Nach den Amseln sind es die vier-ten Nutzer in den letzen Jahren.

Heute erwartete uns im Garten eine große Überraschung.
Ein toller blauer Himmel, einige kleine weiße Wolken, die über den Himmel dahinjagten, und angenehme Temperaturen über 20°C - was will man mehr. Ein Tag zum Genießen!

Als wir gerade die Stühle mit den Polstern auf der überdachten Terrasse belegten, flog etwas über unsere Köpfe. Zunächst sahen wir uns an, unklar über die Ursache,  doch dann ein streifte mich etwas, was wenige Sekunden später vor unseren Füßen sich als kleine „Federbällchen“ herausstellte. Kein Laut verriet vorher dieses Ereignis. Plötzlich verließen die beiden Jungen das Nest, ihr drittes Geschwisterchen zurücklassend, - die ersten zwei Grauschnäpper-Kinder zogen aus die Welt zu erobern. Zur Begrüßung hinterließ eines einen "Glücksbrin-ger" und konnte erleichtert die neue Herausforderung betrach-ten.

Da saßen sie nun, eines vor mir auf dem Abtreter, dass andere unter einem Stuhl. Beide überrascht von der neuen Umgebung, die ganz anders als vom Nest hoch oben aussah.

Die Eltern beobachteten alles von der Pergola und vom Nach-bardachgiebel aus und schienen auf die beiden Nestflüchter einzureden, vielleicht auch Anweisungen zu geben. Bestimmt waren sie auch besorgt, da unsere Anwesenheit nicht optimal für dieses Ereignis war.

Man fütterte zunächst weiter den Nesthocker und beobachtete die beiden Ausreißer, die sich ab und zu flatternd fortbeweg-ten. Es dauerte nicht lange und wir verloren sie aus den Augen. Sahen nur, dass die Eltern mit Futter in die eine oder andere Ecke flogen.

Nachmittags erhielten wir Besuch und unterhielten uns natür-lich über dieses Ereignis. Als die Gäste uns verließen, fiel der Blick des Mannes auf ein Eimerchen, wo der Flüssigdünger stand.

Plötzlich sagte er staunend: „Schaut, dort ist ja ein Junges.“ Er zeigte es seinem Töchterchen und uns. Wir erschraken, denn das Junge muss schon einige Stunden dort verbracht haben. Ist zwar hineingeflogen oder gehopst, aber durch die Enge und die glatte Eimerwand nicht wieder herausgekommen. Jetzt ver-standen wir die aufgeregten Rufe der Alten.

Ich nahm den Eimer, ängstlich, zusammengekauert, in eine Ecke gedrängt, sah das Kleine mich an. Die Augen traurig, der Schnabel leicht geöffnet.

 Schnell ich ging in die Nähe der Pergola, wo immer die Eltern mit dem Futter auf eine günstige Gelegenheit zum  unbeobach-teten Füttern warteten, senkte den Eimer zum Gras und langsam rutschte das Kleine heraus. 

Man konnte die ausgestandenen Ängste nachfühlen. Zunächst verharrte es einige Minuten und dann lockte es die Mutter oder der Vater zum Fass.

 

Wir waren froh über diesen guten Ausgang, denn durch Zufall konnten dem neugierigen kleinen Grauschnäpper das Leben retten. Wir wünschten ihm ein langes Leben in dieser gefähr-lichen, aber schönen und großen Welt und überließen es der Betreuung durch sein Eltern.  

Die Frösche im nahen Teich kümmerte das Abenteuer nicht. Sie warteten hinter der Seerose, dass ihnen das "Futter zum Maul" fliegt.

Heute zeigte sich der Nesthocker sehr munter und im Gegen-satz zu seinen Geschwistern gab er ständig Laute von sich. Er putzte sich (2. Foto), stand mehrfach am Nestrand und übte Flügelschlagen. Wunderbar diese Phase vor dem Verlassen des Nestes verfolgen zu können. Morgen wird wohl auch dieser Nachzügler als Dritter das Nest verlassen haben. Auch ihm eine gute Zeit, denn diese Vögel helfen doch sehr bei der Reduzie-rung oft lästiger Insekten.  

Endlich, es geht auf Mitte Juli zu,macht der Sommer für einige Tage seinen Namen Ehre. Es ist schon morgens warm. Das Frühstück auf der Terrasse in der Morgensonne lieben wir besonders. Vor allem auch wegen des schönen Blicke zur den Kletterrosen und auf den Garten.

Danach ist ein Rundgang Pflicht. Man will ja sehen, welche Blüten neu sich geöffnet haben und welche Veränderungen die Natur "über Nacht" vollbrachte.

 

Etwas später als die anderen Rosen, öffnen diese Rosen im Halbrundbeet ihre Blütendolden in großer Fülle. Hier einige schon länger hinter diesen Rosenbüschen stehende Stauden mit ihren tollen Blüten.

Der "Fingerhut", aber auch die zarten Glockenblumen erfreuen mit zarten Blüten, vor allem wenn man sich diese näher be-trachtet. Hier die Blüten des roten Fingerhutes.  Etwas „Fau-lenzen gehört dazu. Am besten mit einem guten Buch die Natur und die Ruhe am Waldesrand genießen. Nur das Zwitschern der Vögel ist zu hören. Die Eidechse nutzt die Sonne, um sich neben der Trockenmauer auf dem Steingarten zu wärmen.

 

Die Blütezeit der Stockrosen beginnt. Die Vielfalt der Farben und die Dominanz der Pflanzen sorgen dafür, dass man unwill-kürlich sie näher ansieht.

Die Rosen sind unsere Lieblingsblumen. Ein kleines Halb-stämmchen präsentiert ihre Blüten als "Bukett". 

Die Blüten der Edelrosen sind dieses Jahr wieder sehr groß. Die tiefroten Blüten der abgebildeten Rose bedecken etwa ei-nen Abendbrotteller. Immer mehr dominieren die Pflanzen des Sonnenhuts mit ihrem unübersehbaren Gelb die Rabatten und Staudenbeete. 

11. Juli: Die Himbeerernte hat begonnen und damit das Kochen von leckerer Marmelade. Aber auch die anderen Beeren werden in den nächsten Tagen reifen.

20. Juli : Der Tag bevor der Regen kam -

Wolkenspiele – Beobachtungen aus dem Liegestuhl

 

Ein richtig warmer Sommertag – wolkenloser blauer Himmel, über 30 °C, schwül, kaum ein Luftzug im Garten zu bemerken.

Deshalb war mein Gedanke, ab in den Liegestuhl, der sonst verweist auf der Wiese steht und sich ein wenig in den Schatten der Goldulme und später des Rhododendron gelegt.

Die Ruhe tut gut, die fast bewegungslosen Bäume und Sträu-cher, nur unterbrochen vom Rascheln des abgestorbenen Lau-bes, da zwei Amseln geschäftig unterm Rhododendron nach Nahrung suchen. Ab und zu flattert ein Schmetterling vorbei, die Hummeln fliegen emsig den Blütenstaub vor allem der Stockrosen suchend, fast brummend über mich hinweg. Die Vögel zwitschern fröhlich ihr Lied. Laut schreiend flogen wahrscheinlich vier Reiher hoch oben über mich hinweg.

 

Ich schaue zum Himmel und bin erstaunt, wie in kurzer Zeit sich das Bild verändert: zunächst wolkenloser Himmel, doch bald schieben sich weiße „Schönwetterwolken“ heran. Zuerst kleine Fetzen, später wurden es immer größere Formationen, manchmal sogar etwas ins graue gehend.

Es ist beeindruckend, wie schnell sich die Bilder des Himmels ändern und neue Ansichten vermitteln.

 

Erinnerungen werden an unsere Aufenthalte in Fuerteventura bei diesen Himmelsansichten wach und ließen mich folgende Gedanken aufschreiben:

 

Der Himmel scheint wie leer gefegt,

kein Lüftchen, das ein Blatt bewegt.

Die Sonne brennt auf die Erde nieder.

Man denkt, wann labt ein Regen die Pflanzen wieder.

Der blaue Himmel an das weite rastlose Meer;

Die Küsten lang und niemals leer.

Doch jetzt - ich schau zum Himmel gebannt,

Wolken ziehen plötzlich übers Thüringer Land.

Die weißen Wolken erinnern an  den Sand am Strand,

Ich sage mir, pass auf, werd‘ nicht „Fernwehkrank“.

Nicht mehr lange und die Vögel ziehen wieder nach Süden –

genau wie wir, auf eine Insel oder Land, das sie lieben.

Zunächst folgen die Gedanken und Blicke den Wolken,

sitzen wir bald in einem Flugzeug, eines fliegt gerade hoch oben. 

Besetzt mit heimkehrenden Menschen von der Reise,

bestimmt erholt, jeder auf seine eigene Weise.

Und siehe da, eines fliegt jetzt gen Süden,

vielleicht nach Fuerteventura, die Insel, die wir lieben!

Die Yucka erinnert uns auch an die Kanaren, da wir wir vor sehr langer Zeit einen kleinen Absenker mitgebracht haben.